Identität stiften

Wir möchten den Schülern einen maßstäblichen Lebensraum zum Lernen und Aufwachsen und für das soziale Miteinander bieten – Schule als wichtiger Bestandteil des Lebens und des individuellen und persönlichen Umfeldes.

Dabei soll die neue Mensa nicht einfach nur an diese ausgesuchte Stelle zwischen Weinberg und Schule gebaut werden – sie selbst soll den Ort machen: Einen Ort des Lernens, der Begegnung und der Identifikation.
Feste feiern, miteinander spielen, sich austauschen, Sachen machen, Freunde finden, sich bewegen, die Welt entdecken, anhalten, innehalten, gemeinsam essen, Ruhe finden – die Schule soll Identität stiften – den ganzen Tag.
Der Neubau der Mensa formuliert mit dem Westgiebel der Realschule einen nur leicht erhöhten, ebenen Vorplatz, der von der „Schul-Weide“ dominiert wird. Hier kann man auf Mitschüler warten, sich treffen. Das breite hölzerne „Band der Freizeit“ nimmt hier seinen Anfang, zieht sich durch das Mensagebäude durch, verbindet Innen- und Außenbereiche. Ist es im Osten die überdachte Eingangsterrasse, schließt sich im Westen die überdachte Aufenthaltsterrasse an, auf der man bei gutem Wetter sein Essen auch im Freien einnehmen kann. In der weiteren Abwicklung wird der Raum offener und „grüner“ bis er an den Trockenmauern an der Straße und dem sich anschließenden Weinberg seinen Abschluss findet.
Der lichte, überhöhte Mensabaukörper wird im Norden vom Küchen- und Nebenraumflügel flankiert, der akustischen Schutz vor den Sportflächen bietet. Die Anlieferung, Ver- und Entsorgung erfolgt über eine befestigte Fläche mit Wende-möglichkeit. Eine Verlängerung der 75m-Bahn ist möglich. Im Süden schließt sich der Flügel mit Aufenthalts- und Ruhebereich an und orientiert sich zur ruhigen grünen Gartenzone.

Wie ein Auslegerboot ist das neue Mensagebäude in Osthofen gelandet.
Wir wollen eine leichte und helle, eine freundliche und erlebbare Architektur anbieten. Eine Architektur, die ein Element der Freizeit und Entspannung im Schulalltag werden kann und räumlich auf die bestehenden Gebäude, Wegeführungen und die sehr reizvollen Landschaftselemente reagiert.
Die Mensa ist als Holzskelettbau (Saalbau) bzw. Holztafelbau (Funktionsflügel) konzipiert. Der hohe Vorfertigungsgrad dieser Bauweise ermöglicht eine kurze Bauzeit und gut kalkulierbare Baukosten. Holz ist ein warmes und haptisch angenehmes Material, das den Schülern und Lehrern eine wohnliche und gleichzeitig wertige Atmosphäre vermitteln wird.