klein reingehen – Groß Rauskommen

Die Merck’sche Kinderkrippe ist als Passivhaus in Holzbauweise konzipiert. Vor allem aber soll sie ein Ort sein, den nicht nur die Kinder, sondern auch Eltern, Erzieherinnen und Erzieher gerne besuchen.

Weil er phantasieanregend und wohnlich gestaltet ist – wie ein zweites Zuhause. Mit freundlichen und hellen Räumen, die das Tageslicht sinnvoll ausnutzen. Durch die zweigeschossige Bauweise geht der Neubau der Kinderkrippe sorgsam und schonend mit dem wertvollen Gut Boden um. Verluste, die jetzt durch die Erweiterung entstehen, können in einem zweigeschossigen Endausbau wieder wettgemacht werden. Eine wesentliche Qualität der Merck’schen Kindertagesstätte – die großzügige Außenanlage – kann dadurch erhalten werden.

In der unmittelbaren Vorzone vor den Gruppenräumen haben wir das Gelände modelliert, um die Kleinkinder auf vielfältige Art an die Bewegung heranzuführen. Um das kleine „Gebirge“ führt eine „Bobbycar“-Rennbahn. Im Erdgeschoss der Kinderkrippe kann der Mehrzweckraum über eine mobile Trennwand dem Foyer zugeschaltet werden, so dass eine große zusammenhängende Fläche z.B. für Feiern entstehen kann. Überhaupt sind die Verkehrsflächen so gestaltet, dass Sie über Aufweitungen und Nischen eine hohe Aufenthaltsqualität bekommen.

Jede Gruppe (zehn Kinder) hat eine eigene kompakte Einheit aus dem Gruppen- oder Wohnraum, dem Ruhe- oder Schlafraum und dem Sanitärraum, bzw. dem Badezimmer mit kurzen internen Wegen. In jedem Geschoss befinden sich drei solcher Gruppenwohnungen.

Die äußere Haut oder Schale der Kinderkrippe besteht aus einer Rhomboidschalung aus weiß lasiertem Holz. Der außenliegende Sonnenschutz, die hinter der Fassade liegende Unterspannbahn sowie die Fensterleibungen bilden frische grüne Farbakzente. Gewollt ist ein heiterer Ausdruck einer leichten Gartenarchitektur.