Spiel mit Licht und Schatten

Uns haben die Übergänge interessiert, vom privatem zum öffentlichen Raum, von innen nach außen, von unten nach oben, vom Geschützten zum Ungeschützten, im Spektrum der Farben.

Nach 10 Jahren „Provisorium“ Containerkindergarten wurde in der Oppenheimer Rheinaue der neue dreigruppige Kindergarten in einem knappen Jahr Bauzeit errichtet.
Wir wollten eine kindgerechte, dabei aber keineswegs kindliche Architektur anbieten. Eine eigene Welt, einen eigenen Erfahrungsbereich, Bewegungsräume, die geeignet sind für menschlichen Umgang miteinander. Vor allem wollten wir aber eine leichte und lichte, eine freundliche Architektur. Das wissende Spiel mit dem Licht und seinem Schatten, erlebbar im Laufe des Tages und im Laufe der Jahreszeiten.

Der Kindergarten ist als Holzskelettbau konzipiert. Im eineinhalbgeschossigen lärchenholzverschalten Haupthaus ist die Hauptnutzung (Mehrzweckraum, Gruppen- und Intensivräume) untergebracht, die sich nach Süden und zur Außenspielfläche orientiert. Die vorgelagerte Terrasse ist Sonnen- und Regenschutz, Aufenthaltsfläche und Übergang von innen nach außen.

Die eigene Außenwelt gliedert sich in die verschiedenen Erlebnisbereiche Dorfplatz mit Dorfbrunnen, Sandmeer, Wiese, Spielberg, Amphitheater, Obstgarten, Kletterwand, Wäldchen und und und …
Uns haben die Übergänge interessiert, vom privatem zum öffentlichen Raum, von innen nach außen, von unten nach oben, vom Geschützten zum Ungeschützten, im Spektrum der Farben. Uns haben die Kontraste interessiert,

vom Harten zum Weichen, vom Künstlichen zum Natürlichen, vom Hellen zum Dunklen.
Der im Norden vorgelagerte an den Gruppenraumzugängen für die Garderoben aufgeweitete Flur verbindet das Haupt- mit dem eingeschossigen verputzten Nebenhaus. Hier sind Nebennutzungen, wie Leiter-und Personalräume, sowie der Sanitär- und Küchenbereich untergebracht.